Emil Egger St.Gallen Schweiz Liebherr LR 1700-1.0 Max Wild

Ein Meisterwerk des Rückbaus: Max Wild und Emil Egger meistern die Herausforderung mit dem Liebherr LR 1700-1.0! In einem beeindruckenden Kraftakt führt das Unternehmen Max Wild aus Berkheim gemeinsam mit seinem Kran-Partner Emil Egger einen überaus komplizierten Rückbau durch, der in zwei anspruchsvollen Abschnitten realisiert wird. Die Vorbereitungen sind monumental: Bahngleise müssen gesperrt, Oberleitungen abgebaut und eine Behelfsbrücke montiert werden. Umleitungen werden eingerichtet, und hunderte von Gewerken, Institutionen und Spezialisten werden auf diesen großangelegten Rückbau vorbereitet. Anfang Dezember 2024 ist es endlich so weit: Der Liebherr LR 1700-1.0, ein Gigant mit einem Gewicht von 900 Tonnen, wird montiert. Mit einem beeindruckenden 60 Meter langen Hauptausleger und einem 36 Meter langen Derrickausleger reist er auf 38 Lastzügen an und wird von einem Team aus drei erfahrenen Egger-Kranprofis und einem 120-Tonnen-Telekran in nur drei Tagen aufgebaut. Dieses durchdachte modulare Konzept beweist sich als wahres Meisterwerk der Ingenieurskunst. Der Kran wird mit 50 Tonnen Zentralballast, 150 Tonnen Drehbühnenballast und einem großen Schwebeballast ausgestattet, um maximale Standsicherheit zu gewährleisten. Der erste Rückbauabschnitt, der bis zum 31. Dezember 2024 abgeschlossen sein muss, umfasst 15 Hübe mit insgesamt 4.000 Tonnen Material. Sprengungen oder der Einsatz von Hydraulikhämmern sind aufgrund der empfindlichen Umgebung und des sensiblen Bahnkörpers ausgeschlossen. Stattdessen entscheidet sich Max Wild für das präzise Heraussägen der einzelnen Segmente, die zwischen 70 und 280 Tonnen wiegen. Mit dem LR 1700-1.0 wird rund um die Uhr gesägt und gehoben. Die herauszutrennende Brückencharge wird mit Hebegurten und Ketten am Kran angeschlagen, und erst nach dem letzten Sägeschnitt wird die Last freigegeben und schwebt majestätisch am Haken des Krans. Stefan Beeler, ein erfahrener Kranfahrer bei Emil Egger, hat extra für den LR 1700-1.0 zu diesem Kranverleiher gewechselt. Mit rund 600 Stunden pro Jahr am Steuer dieses beeindruckenden Krans ist er von der extremen Feinfühligkeit begeistert. „Die Montage und Demontage sind zwar herausfordernd, aber dank der hervorragenden Passgenauigkeit und der klaren Aufbaurichtlinien ist es in wenigen Tagen mit einem 130-Tonnen-Hilfskran machbar“, erklärt er. Doch die Herausforderungen sind zahlreich: Die 38 Lastzüge mit den Komponenten des Liebherr-Raupenkrans müssen rückwärts unter dem Brückenbauwerk zum Montageplatz navigieren. Der Kran steht seit Mitte Dezember bereit und wird bis Ende Februar für den zweiten Teil der Montage mit weiteren 16 Hüben benötigt. Ausgestattet mit einem 60 Meter langen Hauptausleger und einem 36 Meter langen Derrickausleger, ist der LR 1700 das perfekte Werkzeug für diesen sensiblen Brückenrückbau. Im ersten Rückbauabschnitt wog das schwerste Teil stolze 280 Tonnen. Um dies zu bewältigen, musste der Kran zusätzlich 375 Tonnen Schwebeballast aufnehmen. Eine besondere Herausforderung war es, den Ausleger aufwippen zu müssen, sobald das Bauteil frei wurde und am Haken hing. Der Kran musste dann einige Meter zurückfahren und um etwa 180 Grad schwenken, um das Brückenbauteil sanft auf dem Demontageplatz abzulegen. „Die Schweizer können das besonders gut“, sagt Simon Walcher, Bauleiter bei Max Wild, und ist überzeugt, mit Egger den richtigen Partner für diese komplexe Baumaßnahme an seiner Seite zu haben. Der LR 1700-1.0 von Liebherr ist nicht nur der zweitgrößte Kran der Schweiz, sondern auch ein unverzichtbares Werkzeug im Fuhrpark von Emil Egger. „Viel Windkraft gibt es in der Schweiz nicht“, bestätigt Stefan Beeler. Daher sind Bauarbeiten, Montagen, insbesondere bei Brücken, Hochbauten und Industriebauten, sowie Verladungen in Häfen das tägliche Brot für den LR 1700. Nach drei Jahren Einsatz und 1.800 Betriebsstunden sieht er aus, als hätte er gerade erst das eine Million Quadratmeter große Liebherr-Werk in Ehingen verlassen. Ein Rückbau, der nicht nur technische Präzision, sondern auch Teamarbeit erfordert.

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