Manitowoc gewinnt Antidumpingverfahren
Die US-Handelskommission und das US-Handelsministerium haben festgestellt, dass die japanischen Unternehmen Kobelco und Sumitomo/Link-Belt Gittermast-Raupenkrane zu wettbewerbswidrigen oder unfairen Preisen verkauft haben, wodurch ein US-amerikanisches Unternehmen geschädigt wurde. Infolgedessen wurden Antidumpingzölle zwischen 12,3 % und 20 % verhängt. Siehe:Manitowoc wirft Kobelco Müllentsorgung vor.----------------------------- Die neuen Antidumpingzölle treten laut Veröffentlichung der Ergebnisse des Handelsministeriums im Federal Register noch in diesem Monat in Kraft. Um das vollständige Dokument einzusehen, klicken Sie einfach auf den folgenden Link:www.federalregister.gov/documents/2026/07/23/2026-14950/lattice-boom-crawler-cranes-from-japan-antidumping-duty-order Achtung: Die Formulierung ist in altmodischem Juristenjargon gehalten und daher selbst für Juristen kaum verständlich. Offenbar war der Verkauf von Gittermastkranen sowie deren Baugruppen und Komponenten während der befristeten Frist, die von üblicherweise vier auf sechs Monate verlängert wurde und am 15. Juli auslief, untersagt. Ab dieser Woche : Importeure müssen zudem eine Kaution in Höhe der in der untenstehenden Tabelle aufgeführten Beträge hinterlegen. Für die im ersten Halbjahr importierten Einheiten werden Antidumpingzölle auf „noch nicht abgewickelte Einfuhren von Gittermast-Raupenkranen aus Japan oder aus dem Lager entnommene Krane zur Verwendung ab dem 16. Januar“ erhoben. Es scheint, dass während der laufenden Untersuchung auch ein Einfuhrstopp für einige Waren verhängt wurde.---------------------------------------- Manitowoc-Chef Aaron Ravenscroft erklärte: „Wir begrüßen die Entscheidung der US-Regierung. Dieses Ergebnis trägt zur Wiederherstellung eines fairen Wettbewerbs auf dem Markt bei und stärkt die langfristige Wettbewerbsfähigkeit unserer US-amerikanischen Produktionsstätten und unserer Belegschaft.“ UPDATE: Link-Belt hat heute Abend angekündigt, gegen diese Entscheidung Berufung einzulegen, da sie diese für rechtswidrig und fehlerhaft hält.Es muss Fälle gegeben haben, in denen Kobelco und möglicherweise auch Sumitomo Raupenkrane unter dem Niveau ihres Heimatmarktes oder gar unter ihren geschätzten Produktionskosten verkauften. Schließlich waren sowohl Sumitomo als auch Kobelco verpflichtet, Unterlagen, einschließlich Rechnungen usw., vorzulegen. Dennoch ist die Vorstellung, dass Link-Belt oder Kobelco ihre Krane systematisch in den USA zu Dumpingpreisen verkauften, schwer zu glauben. Sie konnten in der Regel für viele ihrer Modelle Premiumpreise erzielen und sind definitiv keine Händler, die nach dem Motto „Masse statt Klasse“ arbeiten.-------------------------------------------- Könnte der Wertverfall des japanischen Yen zu attraktiveren Preisen beigetragen haben? Oder die US-Stahlzölle? Nach unseren ersten Erkenntnissen wurden einige große, auf Lager befindliche Krane zu extrem hohen Preisen verkauft. Beweise dafür liegen uns jedoch nicht vor. Wer weiß? Die Dinge sind nicht immer so, wie sie scheinen.------------------------------------------ Die Forderung nach Zöllen, insbesondere wenn diese öffentlich als ungerechtfertigt erscheinen, birgt ein hohes Risiko für den Antragsteller. Dies gilt vor allem, wenn – wie unweigerlich – höhere Preise für die Kunden anfallen, noch schlimmer, wenn im Anschluss die Gewinnmargen des Beschwerdeführers stark steigen, was hier jedoch unwahrscheinlich ist.------------------------------------- Es kann schwierig und frustrierend sein, mit einem Unternehmen zu konkurrieren, dessen Preise angesichts der eigenen Stahl- und Komponentenkosten etc. völlig unlogisch erscheinen. Möglicherweise haben hohe Zölle auf solche in die USA importierten Waren jedoch die Kosten für die rein inländische Produktion in die Höhe getrieben. Sollte dies der Fall sein, wäre es ein weiteres Beispiel dafür, wie unsinnig weitreichende und nicht strategische Zölle sein können. Ein Blick auf das vergangene Jahrhundert zeigt, dass das Land bereits ähnliche Erfahrungen gemacht hat – und das geht selten gut aus. Doch wie ein persischer Dichter einst sagte: „Auch dies wird vorübergehen.“