THW baut Donaubrücke mit vier Liebherr LTC 1050-3.1

In Tuttlingen, Süddeutschland, haben vier kleine Liebherr-Krane Großartiges geleistet: Als temporärer Ersatz für eine abzureißende Donaubrücke errichteten die Kompaktkrane LTC 1050-3.1 im Rahmen einer Zivilschutzübung eine 70 Meter lange Flussquerung. Die provisorische Konstruktion dient zwei Jahre lang als Übergangslösung für den Verkehr, während die neue Brücke gebaut wird. Innerhalb von nur zwei Wochen hatte ein großes Team des Technischen Hilfswerks (THW) die Brückenkonstruktion vollständig vormontiert und an ihren Bestimmungsort am Fluss transportiert. Mit einer Spannweite von 70 Metern ist sie die größte stützenfreie Schwerlastbrücke, die der deutsche Zivilschutz je errichtet hat: die Behelfsbrücke über die Donau bei Tuttlingen. Vier Liebherr-Kompaktkrane waren die wichtigsten Werkzeuge für diese anspruchsvolle Aufgabe. Die Krane des Typs LTC 1050-3.1 montierten die vier Segmente der gebäudehohen Fachwerkkonstruktion aus Hunderten von Einzelteilen.---------------------------Eine besondere Herausforderung des Projekts war der begrenzte Platz auf dem Vormontagegelände. Die Krane mussten sich den beengten Raum mit gelagerten Materialien, Lkw, Gabelstaplern, Teleskopladern und Hebebühnen teilen. Um die Manövrierfähigkeit zu optimieren, wurde bei einigen Kranen der vordere Aufbau – der als Staufach dient – ​​entfernt. Dadurch reduzierte sich die Fahrzeuglänge auf 10,35 m, wodurch der LTC 1050-3.1 noch platzsparender und wendiger wurde. Vor zwei Jahren übernahm das THW den ersten von insgesamt 18 dieser Kompaktkrane vom Liebherr-Werk in Ehingen. „Bisher haben wir für solche Einsätze hauptsächlich unsere eigenen Ladekrane verwendet“, erklärt Patrick Weisser. Der Ingenieur koordinierte den Einsatz an der Donau gemeinsam mit Fiona Mager, Leiterin der Fachgruppe Brückenbau beim THW Müllheim. „Mit den neuen Liebherr LTC 1050-3.1 sind wir nun deutlich besser aufgestellt und können Projekte wie diese temporäre Brücke in kürzerer Zeit realisieren. Hier in Tuttlingen waren wir sogar fünf Tage vor dem geplanten Termin.“-------------------------------Nachdem die vier Brückensegmente mit einem Gewicht von jeweils rund 100 Tonnen vormontiert worden waren, wurden sie über mehrere hundert Meter zum Fluss transportiert. Dort verbanden die Rettungskräfte die Fachwerksegmente mithilfe von Kompaktkranen zu einer durchgehenden Konstruktion. Durch ein Schiebeverfahren wurde die Konstruktion etwa bis zur Hälfte der Donau überquert. Für den finalen Hub standen an beiden Ufern zwei Liebherr LTM 1650-8.1 Mobilkrane bereit. Die Krane der Firmen MSG Krandienst GmbH und Scholpp Kran & Transport GmbH hoben die Konstruktion gemeinsam auf die Widerlager und positionierten sie an ihrem endgültigen Standort.

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